Beschwerdemanagement

Beschwerdemanagement ist die Gesamtheit aller systematischen und strukturierten Maßnahmen, die ein Unternehmen bei artikulierter Unzufriedenheit des Kunden/Patienten aktiv ergreift, um die Zufriedenheit des Beschwerdeführers wieder herzustellen.




Beschwerdemanagement - Warum?

  • Nur 4 % der unzufriedenen Patienten beschweren sich, d. h. 96 % der unzufriedenen Patienten äußern sich überhaupt nicht
  • 90 % der Patienten, die mit einer Leistung unzufrieden sind, kommen nie wieder
  • Jeder von ihnen wird seinen Unmut mindestens 9 - teilweise sogar über 20 - weiteren Personen mitteilen

Grundsätze eines Beschwerdemanagements
  • Patienten müssen aktiv zur Abgabe ihrer Meinung aufgefordert werden (z. B. standardmäßige Aufforderung vor Entlassung oder in Wartebereichen)
  • Patienten müssen wissen, dass es ein Beschwerdemanagement gibt und an wen sie sich wenden können
  • Auf jede Beschwerde muss reagiert werden
  • Jede Beschwerde durchläuft einen strukturierten Prozess (Workflow)
  • Beschwerden müssen gemäß ihrer unterschiedlichen Bedeutung unterschiedlich behandelt werden, d. h. unterschiedliche Workflows durchlaufen

Ziele eines Beschwerdemanagements
  • Der Aufbau einer Kultur im Umgang mit Beschwerden fördert gleichzeitig den Aufbau einer positiven Sicherheitskultur
  • Einzelne Beschwerden sollten als Ereignisse betrachtet werden, die dem Unternehmen wichtige Hinweise auf mögliche Risiken, Stärken und Schwächen aus Sicht des Kunden/Patienten geben. Beschwerden sollten zum Schatz für mögliche Verbesserungspotentiale werden ("kostenlose Unternehmensberatung")
  • Sicherstellung einer zufrieden stellenden Erfassung, Dokumentation, Bearbeitung und Auswertung von Beschwerden (professioneller Umgang mit Beschwerden). Kontinuierliche Verbesserung der (Patienten-) Zufriedenheit.
  • Das Beschwerdemanagement kann auf weitere Artikulationen ausgeweitet werden, wie zum Beispiel Lob, Ideen/Verbesserungsvorschläge.

Kontakt

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