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FAQ zum Bereich Fahrzeug / Allgemein / Nutzung
1. Was kennzeichnet ein „echtes“ Elektrofahrzeug?
Im Gegensatz zu umgerüsteten, aber grundsätzlich konventionellen Elektrofahrzeugen (conversion design) sind speziell für den elektromobilen Antrieb gebaute Fahrzeuge deutlich leichter und deshalb wirtschaftlicher zu betreiben. So bietet der EcoCarrier von EcoCraft Automotive beispielsweise bei einem Leergewicht von unter 1.000 kg Zuladungen von bis zu 750kg. Ein funktionell vergleichbarer konventioneller Transporter hat leicht bis zu 1.600kg Eigengewicht, auf das die Zuladungen gerechnet werden.
2. Welche Reichweiten erzielt man mit einem Elektrofahrzeug?
Die Reichweite ist stets von Batterietechnik und -leistung, Fahrverhalten, Umgebungsbedingungen (vor allem Temperatur) und zusätzlichen Bordstromverbrauchern (Heizung, Klimaanlage, Beleuchtung usw.) abhängig. Der EcoCarrier von EcoCraft beispielsweise bietet als Nutzfahrzeug mit einer Motorleistung von 15kW und einer Batteriekapazität von 180AH je nach Fahrbedingungen eine Reichweite von bis zu 80km. Bei einem Kleinwagen mit einem 16kWh-Akku sind 100 Kilometer realistisch. Ein MINI E beispielsweise, schafft mit 35 kWh rund das Doppelte. (Quelle: Bundesverband eMobilität e.V.)
3. Was unterscheidet Elektrofahrzeuge im Fahrverhalten von herkömmlichen Autos?
Eigentlich nichts. Allerdings steht beim E-Motor das volle Drehmoment aus dem Stand zur Verfügung. Zudem entfällt das Getriebe und somit also auch das Schalten. Auch gibt es keine Motorgeräusche sondern nur Fahrgeräusche. Dadurch erhöhen sich die Risiken vor allem für Fußgänger, andererseits fördert der leisere Straßenverkehr die städtische Lebensqualität.
4. Wie wird die Marktentwicklung des Elektroautomobiles aussehen?
Die Bundesregierung hat im August 2009 den „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ vorgestellt. Ziel der Bundesregierung ist es, dass bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. „Die Akzeptanz und Marktentwicklung der Elektromobilität soll durch einen geeigneten regulatorischen Rahmen und zu prüfende Anreizsysteme unterstützt werden“, heißt es im Plan. Entsprechend gibt es aktuell eine Vielzahl meist regional begrenzter Pilotprojekte zur Elektromobilität in Deutschland. Zu den bekanntesten zählen die "Modellregionen Elektromobilität". Dazu gehören Berlin/Potsdam, Bremen/Oldenburg, Hamburg, München, Rhein-Main, Rhein-Ruhr (mit Schwerpunkt Aachen und Münster), Sachsen (mit Schwerpunkten Dresden und Leipzig) und Stuttgart. Laut einer internationalen Studie aus Januar 2010 entwickelt sich der elektromobile Verkehr vor allem in Ballungszentren. „In den Ballungszentren New York, Shanghai und Paris können sich Elektro- und Hybridfahrzeuge schon innerhalb der nächsten fünf Jahre als realistische Alternative zu Autos mit herkömmlichem Verbrennungsmotor etablieren. Den höchsten Marktanteil erreichen die Stromer nach einer neuen McKinsey-Studie in New York. Hier liegt der prognostizierte Anteil an den Neuzulassungen im Jahr 2015 bei bis zu 16 Prozent. Damit wird in New York bis 2015 ein Gesamtbestand von 70.000 Elektro- und Hybridfahrzeugen erreicht. Paris und Shanghai folgen mit einem Anteil von 9 bzw. 5 Prozent der Neuzulassungen im Jahr 2015 und kommen so auf einen Gesamtbestand von 60.000 bzw. 25.000 Elektrofahrzeugen. Dies belegt eine weltweite Studie der Unternehmensberatung, die in Zusammenarbeit mit den Städten New York und Shanghai sowie der französischen Regierung das Marktpotenzial von Elektroautos erstmalig in Ballungszentren untersucht hat. "Um Elektrofahrzeugen zum Durchbruch zu verhelfen, ist es entscheidend, sowohl die so genannten 'Early Adopters', also die Erstkäufer, als auch den Volumenkunden zu verstehen", erklärt Christian Malorny, der bei McKinsey das Beratungsgeschäft für deutsche Klienten aus der Automobil- und Zulieferindustrie leitet. "Aus diesem Grund haben wir weltweit umfangreiche Marktforschungen und breit angelegte Verbraucherbefragungen durchgeführt." An der Untersuchung in New York und Shanghai nahmen mehr als 1.500 Personen teil, die in quantitativen und qualitativen Untersuchungen (unter anderem Fokusgruppen und Conjoint-Analysen) befragt und analysiert wurden. Zur Gegenüberstellung und Ergänzung der Umfrageergebnisse wurde ein umfassendes Marktmodell entwickelt, um die Nachfrage für den Großraum Paris zu prognostizieren. (Quelle: www.ddpdirect.de/neue_mckinsey-studie_elektromobilitaet)
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