Rollout in Ludwigshafen nimmt mit Schleupen-Lösung Fahrt auf

SMGW-Pflichteinbau schreitet voran

Die TWL Metering GmbH hat den Wirkbetrieb gestartet, die ersten intelligenten Messsysteme sind im Einsatz, weitere werden derzeit verbaut. Damit ist ihre Muttergesellschaft, die Technische Werke Ludwigshafen am Rhein AG (TWL), voll im Plan, um die notwendigen zehn Prozent im vorgeschriebenen Zeitraum zu erreichen. Softwareseitig arbeitet die TWL Metering GmbH bei der Gateway-Administration mit der Lösung der Schleupen AG, die ihre Daten an das ERP-System der TWL liefert. Die positive Bilanz ist: Die Lösung läuft mit den Tarifanwendungsfällen TAF1 und TAF7 und der Installationsprozess funktioniert. Workarounds und Anpassungen an anderen Stellen werden bald erfolgen. Langfristig ist in Ludwigshafen die Ausweitung der Messdienstleistungen durch die Nutzung des CLS-Kanals für die Anbindung von nachgelagerten Systemen geplant.

Die Einbauten der Geräte erfolgten nach dem Rolloutplan und im Rahmen der turnusmäßigen Zählerwechsel unter Berücksichtigung der gesetzlichen Informationspflichten. Mit einem Verbrauch von 6.000 bis 10.000 kWh handelte es sich nicht um typische Großkunden, sondern eher um größere Haushaltskunden. Damit diese von den Vorteilen der intelligenten Messsysteme profitieren können, erhalten sie über ein Portal Zugang zu ihren Messwerten. Um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen und den Kunden den Zugriff über die wenig kundenorientierte TRuDI-Schnittstelle des Bundes zu ersparen, nutzt die TWL-Metering eine Lösung der Schleupen AG. Diese vereinfacht für die Kunden den Zugang und stellt alle Verbrauchswerte übersichtlich dar.

Das langwierige Zertifizierungsverfahren für die Gateways gab den Projektverantwortlichen viel Zeit, um den Start gut vorzubereiten. Eine größere Herausforderung ist die Anbindung der SMGW über LTE. Durch einen hohen Testaufwand werden die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Antennen erprobt, um diese Fehlerquelle so gering wie möglich zu halten. Von Anfang an war auch klar, dass die TWL Metering die Administration nicht aus der Hand geben will, sondern inhouse übernehmen wird. So kann sie später zusätzliche Messdienstleistungen und Weiterentwicklungen anhand von konkreten Kundenbedürfnissen selbst steuern. „Langfristig ist das Ziel, mit den intelligenten Messgeräten Geld über neu geschaffene Mehrwerte zu verdienen. Mit der reinen Messdienstleistung wird das schwierig. Aber ab einer gewissen Größenordnung kann sich der Aufwand in Verbindung mit Mehrwertdiensten auch wirtschaftlich lohnen“, ist sich Thomas Karsch, Abteilungsleiter bei der TWL Metering GmbH, sicher und fügt hinzu: „Die Zusatzdienste entscheiden, ob sich der intelligente Messstellenbetrieb bezahlt macht.“ Deshalb gehört die Aufrüstung der intelligenten Messsysteme durch CLS-Boxen zur Strategie.

Technisch ist man dafür auf jeden Fall gut gerüstet. Die ständige Weiterentwicklung der Software gewährleistet die Einbindung der Geräte in die bestehende IT-Landschaft der TWL. Das macht sie fit für neue, weitergehende Aufgaben. Gut vorbereitet sieht sich TWL Metering, wenn in Kürze das erste Firmware Update eingespielt wird, das Mängel in der Funktionalität der Geräte beheben soll. Für einen künftigen kürzeren Update-Zyklus wurden bereits entsprechende Prozesse etabliert. Eine echte Herausforderung für alle Messstellenbetreiber sieht man in Ludwigshafen dagegen in der ständigen Ausweitung der Anforderungen der Regulierungsbehörden an die intelligenten Messsysteme. Beispielsweise waren Steuereinheit, HAN-Kommunikationsadapter-Einheit und Submetering-Einheit an der CLS-Schnittstelle bislang nicht gefordert. Jetzt stehen sie auf der Agenda des Ministeriums und werden so die Kalkulation erheblich belasten.  

 

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Schleupen AG
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