Mieterstrom

Projekte bieten Marktchancen für Stadtwerke

Neu entstehendes Geschäftsfeld nutzen

Mieterstrom-Projekte werden im Rahmen der Energiewende weiter an Bedeutung gewinnen. Stadtwerke und Energieversorger können sich mit den Abrechnungslosungen und Beratungsangeboten der Schleupen AG frühzeitig im neuen Geschäftsfeld der energienahen Dienstleistungen positionieren und so etwaige Kunden- und Margenverluste im klassischen Liefergeschäft kompensieren.

Obwohl sich das im Juli 2017 in Kraft getretene Gesetz zur Förderung von Mieterstrom vorrangig an Hausbesitzer und deren Mieter richtet und auf eine Direktvermarktung abzielt, interessieren sich verstärkt auch Stadtwerke und regionale Energieversorger für das neu entstehende Geschäftsfeld. Da sie über das notwendige technische und prozessuale Know-how zum Aufbau, Betrieb und zur Abrechnung von BHKW- oder PV-Anlagen verfügen, können sie für Hausbesitzer und Wohnungsbaugesellschaften interessante Contracting-Modelle und Projektpartnerschaften entwickeln. Für die Stadtwerke eröffnet sich mit Mieterstrom-Projekten eine interessante Chance, in das Geschäftsfeld der energienahen Dienstleistungen einzusteigen und so etwaige Kunden- und Margenverluste im klassischen Liefergeschäft zu kompensieren. Zusätzlich können sie beispielsweise die vollständige (Reststrom-) Versorgung anbieten. Übersteigt der Verbrauch durch die Mieter die Direkterzeugung, regelt der Liefervertrag mit dem Energieversorger die ergänzenden Strommengen. So lasst sich für die Stadtwerke nicht nur zusätzliche Wortschöpfung generieren, sondern gleichzeitig auch die Kundenbindung im eigenen Versorgungsgebiet erhöhen oder neue Kundenpotenziale erschließen. Beim Einsatz von modernen Blockheizkraftwerken sichern Mieterstrom-Projekte außerdem stabile Gasumsätze während der vereinbarten Laufzeit.

Unterschiedliche Modelle umsetzbar

Die Umsetzung von Mieterstrom-Projekten ist, abhängig vom gewählten Betriebsmodell, aufwändig und auch IT-seitig sehr komplex. Denn am Betriebsmodell für Mieterstrom sind alle Marktrollen beteiligt, angefangen vom Verteilnetzbetreiber für den Netz- und Anlagenbetrieb über den Messstellenbetreiber, der für die (Summen-) Messungen verantwortlich ist, bis zum Lieferanten für die Reststromlieferung. Die Schleupen-Software ermöglicht eine flexible Umsetzung und Abrechnung von Mieterstrom-Projekten, wobei sich je nach Geschäftsansatz unterschiedliche Mieterstrom-Modelle effizient abbilden lassen.

Zu den unterstutzten Varianten gehört u. a. auch das von der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) entwickelte Best-Practice-Modell für Mieterstrom. In diesem Modell wird die Abrechnung in der Software auf Basis der Messwerte aus Summen- und Einzelmessung sowie einem entsprechenden Preismodell, z. B. einem Quoten- oder Mischpreismodell, umgesetzt. Das Summenzählermodell ermöglicht dabei eine Abrechnung über virtuelle Zahlpunkte an den Unterzahlern. Die Abrechnung erfolgt nach Ablauf des Abrechnungsjahres oder nach Lieferende. Wie bei der klassischen Stromversorgung üblich, können so monatliche Abschlage auf Basis des voraussichtlichen Verbrauchs bzw. der Vorjahresverbräuche oder auch Vorkasse vereinbart und mit der Schleupen-Software abgerechnet werden. Aber auch andere Mieterstrom-Modelle sind mit der Losung darstellbar. Da die Software auch als Cloud-Lösung angeboten wird, steht das Verfahren auch jenen EVU zur Verfügung, die Schleupen. CS nicht als ERP- und Billing-Plattform in ihrem Kerngeschäft nutzen.

Flankierende Beratungsangebote

Die Schleupen AG bietet den Stadtwerken aber nicht nur Unterstützung bei der IT-seitigen Umsetzung der Prozesse, sondern flankiert den Aufbau zusätzlich durch eine fundierte Organisations- und Anwendungsberatung. Denn eine gründliche betriebswirtschaftliche Analyse und Entwicklung eines tragfähigen Business Case bildet die notwendige Basis für den erfolgreichen Einstieg in das neue Geschäftsfeld. Aufgrund der komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen werden auch an die Vertragsgestaltung zur Messung, Erzeugung und Energielieferung sowie dem Betrieb hohe Anforderungen gestellt. Und auch die technische Anlagenplanung inklusive der Kommunikationsanbindung sowie die Einbettung der neuen Prozesse in den laufenden Betrieb   verlangen weitreichendes Know-how. Energieversorgern und Stadtwerken, die frühzeitig in das gerade entstehende Geschäftsfeld einsteigen wollen, wird durch die flankierenden Beratungsangebote das notwendige Wissen vermittelt, um zukünftig als kompetenter Ansprechpartner für die Wohnungswirtschaft zu fungieren.