Mehr als 550 Teilnehmende, 16 Workshopthemen, inspirierende Vorträge sowie ein kommunikatives Abendevent – zum Abschluss der 46. Anwendertagung der Energie- und Wasserwirtschaft kann eine überaus positive Bilanz gezogen werden. Das Erfolgsrezept der Veranstaltung, die vom 17. bis 19. September 2025 im Maritim Airport Hotel in Hannover stattfand, war wie immer die gute Mischung aus offenem, ehrlichem Dialog, viel fachlicher Arbeit und auch einer gehörigen Portion Spaß.
Für viele der Teilnehmenden ist die Schleupen-Anwendertagung inzwischen ein festes Datum im Terminkalender. Ein Branchentreffen, bei dem man jedes Jahr bekannte Gesichter sieht, sich weiterbildet, diskutiert, Fachwissen austauscht, neue Kontakte knüpft und neben dem professionellen Part auch noch viel Spaß hat. Deshalb ist und bleibt die Anwendertagung nach wie vor eine Live-Veranstaltung. Auch wenn es vor allem um Digitalisierung geht, ist der persönliche Kontakt durch nichts zu ersetzen.
Dass Digitalisierung das zentrale Thema der Tagung ist, wurde gleich bei der Keynote des Bloggers, Journalisten, Podcasters und Internet-Unternehmers Sascha Lobo deutlich. „Wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz die Welt verändern“ war der Titel des Vortrags, der das Thema in seiner Weite aufspannte und vor allem die Bedeutung für die Energie- und Wasserwirtschaft sowie speziell für Stadtwerke in den Blick nahm.
Auf hohem professionellem Niveau wurden die Herausforderungen der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft diskutiert. Dabei ging es nicht nur um die neuen regulatorischen Anforderungen, denen Versorgungsunternehmen in den kommenden Jahren gerecht werden müssen. Einer der wichtigen Schwerpunkte war die Digitalisierung verschiedenster Geschäftsprozesse im Kundenservice. Verteilnetzbetreiber können beispielsweise von den erweiterten Funktionen des Netzkundenportals profitieren. Damit lassen sich nicht nur Hausanschlüsse rund um die Uhr digital anmelden, sondern auch Photovoltaikanlagen, außerdem können auch Monteure eingebunden werden. Letztendlich wird das Serviceteam entlastet und gleichzeitig die Service- und Datenqualität verbessert.
Vertriebsorientierte Unternehmen hat dagegen eher die Integration eines Voicebots in die Plattform Schleupen.CS interessiert. In Zeiten des Fachkräftemangels kann so eine deutliche Entlastung der Mitarbeitenden im Service erreicht werden – bei gleichzeitiger Ausweitung der Erreichbarkeit. Mit dem erweiterten Funktionsumfang der Smartphone-App SchleupenOne wurde außerdem demonstriert, wie Stadtwerke Customer Self Service zum attraktiven digitalen Gesicht eines modernen Stadtwerks werden kann. Die App fungiert inzwischen auch als Home Energy Management System (HEMS) für Endkunden und ist so ein fast unverzichtbares Feature für den Vertrieb dynamischer Stromtarife.
Nach wie vor wichtig und heftig diskutiert war das Thema intelligenter Messstellenbetrieb. Hier gab es, wie schon auf der GWA-Tagung in diesem Jahr, einen intensiven Erfahrungsaustausch. Neben der Frage, wie es nach dem Start des Gateway Rollouts weitergeht, rückt auch immer mehr die Steuerung in der Niederspannung in den Mittelpunkt des Interesses.
Der Schleupen-Talk beschäftigte sich mit dem Spannungsfeld von Regulierung und Vertrieb. Führen die regulatorischen Änderungen wirklich zu großen Wirkungen oder nur zu großen Aufwand? Dies wurde am Beispiel der dynamischen Stromtarife und des 24h-Lieferantenwechsels lebhaft diskutiert.
Am Donnerstag wurde bei einem lockeren Ausklang wieder gut gefeiert. Denn bei allen Herausforderungen, allen Diskussionen und auch offenen Worten ist es wichtig, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. Am Ende waren sich nahezu alle sicher: Im nächsten Jahr sehen wir uns wieder auf der 47. Anwendertagung der Energie- und Wasserwirtschaft. Diesmal nicht in Hannover, sondern vom 16. bis 18. September 2026 in Dresden. Wir freuen uns schon darauf.








